Für die siebte Etappe unserer Reise ging es in den Süden der Bretagne nach Vannes (bretonisch Gwened), der Hauptstadt des Départements Morbihan. Vannes besitzt eine sehenswerte Altstadt mit vielen historischen Fachwerkhäusern aus dem 18. Jahrhundert (siehe Produktfoto von CIAO, das ist nämlich NICHT das Hotel). Sehr fotogen sind auch die Stadtmauer und die Kathedrale Saint Pierre. Vannes ist ein guter Ausgangspunkt für Schiffstagestouren im Golf von Morbihan und dort z. B. zur Ile de Batz.
Wir sind diesmal zum Naturpark Brière gefahren, denn an diesem Tag war schönes Wetter und wir mussten schon auf unserer letzen Reise die Kahnfahrt (ähnlich wie im Spreewald, aber nach 2 Min. verpacken die Franzosen die Stangen und schmeißen den Motor an) auf dem zweitgrößten Moorgebiet Frankreichs (nach der Camargue) wegen strömenden Regens ausfallen lassen. Diese Terminwahl hat sich als genial erwiesen, denn am nächsten Tag hat es von Morgens bis Abends in Strömen geregnet … ich habe ein paar Fotos hinter die Hotelbilder angehängt.
Anfahrt:
Das Hotel liegt unmittelbar am Hauptbahnhof von Vannes in einer kleinen Nebenstraße. Wer mit dem Zug ankommt, muss nur die Hauptstraße überqueren, ein paar Schritte nach rechts gehen und schon ist das Hotel mit seinen blauen Markisen zu sehen.
Die Anfahrt mit dem Auto ist ebenso einfach, von der Schnellstraße die Abfahrt „Centre Ville“ wählen und den Schildern „Gare S.N.C.F.“ folgen. Aus Richtung Westen kommend am Bahnhof vorbei fahren und in die erste Straße links abbiegen (bzw. aus dem Osten kommend kurz vorm Bahnhof rechts).
Buchung und Preis:
Wir waren auf unserer siebten Etappe in Vannes kurz vor Mittag angekommen und erfuhren, dass ein DZ mit Dusche/ WC 57,- Euro zuzüglich 7,- Euro Frühstück kosten sollte. Die Garage hätte 5,- Euro gekostet, aber das Hotel riet uns, die Sonntags kostenlosen Parkplätze auf der Straße zu nutzen (in der Woche max. Parkzeit 4 Stunden und Gebührenpflicht 9-12 und 14-19h). Zunächst hieß es, wir könnten unser Gepäck schon in die ungemachten Zimmer stellen und diese würden dann später gemacht werden, aber bis wir im Zimmer ankamen, waren sie schon fertig. Außerdem erhielten wir bei Ankunft gleich einen Stadtplan und alle Informationen über Vannes.Preise auf der Internetseite (Übernachtung in Nebensaison/ Zwischensaison/ Hauptsaison):
Einzelzimmer mit Dusche /WC: 45,- / 49,-/ 53,-
Doppelzimmer mit Dusche/ WC: 54,-/ 57,-/ 63,-
Dreibettzimmer mit Dusche/ WC: 61,-/ 65,-/ 75,-
Vierbettzimmer mit Dusche/WC: 75,-/ 75,-/ 85,-
In der Zeit 15.06.-15.09. kommen dazu noch 0,53 Euro Steuern pro Person dazu. Kleine Hunde oder Katzen kosten 5,- Euro pro Tag.
Hotel
Hotel Anne de Bretagne (Bretagne)
42 Rue Olivier de Clisson
56000 Vannes
Bretagne
Tel. 02 97 54 22 19
Fax 02 97 42 69 10
www.annedebretagne-vannes.com
20 Zimmer. Das Hotel akzeptiert alle gängigen Kreditkarten.
Achtung, die Rezeption ist Sonntags von 16-18 h geschlossen, in dieser Zeit ist keine Anreise möglich.
Zimmer 206:
Die Zimmer wurden kürzlich fast vollständig renoviert – Fenster, Decke, Tapeten, Teppich, Möbel, TV und Waschbecken. Alt waren nur noch Toilette, Ablage über den Waschbecken und Telefon.
Unser Zimmer befand sich im 2. Stock.
Auf der linken Seite standen 1 Nachtschränkchen mit Lampe und Telefon, Doppelbett (160*200), an der hinteren Wand ein kleiner Kleiderschrank, Kofferbock und Fenster (unseres hatte Blick auf den Hauptbahnhof, aber dank guter Isolierung war kein Straßenlärm zu hören) und auf der rechten Seite ein Schreibtisch mit Stuhl und ein kleiner (leerer) Kühlschrank. Über dem Schreibtisch hing ein kleiner LCD-Fernseher. Daran schloss sich hinter einer Schiebetür mit Spiegel (der mit der Welle von IKEA) das Bad an.Bad:
Im Bad befanden sich Dusche, Waschbecken mit Spiegel und Ablage, Toilette, Fenster zum Öffnen und ein kleiner Kunststoff-Hocker (den mein Mann neben sein Bett gestellt hat, da ein zweites Nachtschränkchen auf seiner Seite aus Platzgründen fehlte). Die Wände waren maritim mit Segelschiffen und Seepferdchen frisch tapeziert und der Boden mit neuem PVC ausgelegt.
Die Heizung war auch hier trotz kühler Außentemperaturen im Mai abgestellt
Restaurant:
gab es im Hotel nicht, da es sich um ein Garni-Hotel handelt.
Frühstück:
Für die 7,- Euro gab es im Frühstücksraum pro Person ein Heißgetränk (Kaffee oder Earl-Grey-Tee), 1 Glas Orangensaft, 1 Croissant, ½ Baguette, Honig, Marmelade (Erdbeere, Pfirsich), Nutella und Butter sowie Obst nach Wahl (Apfel, Orange, Kiwi), Naturjoghurt, 2 Sorten Tütenmüsli, Milch, Zwieback und abgepackte Madeleines.
Stellplatz:
Die Garage für 5,- Euro haben wir nicht kennen gelernt, denn als wir von unserem Nachmittagsausflug zurück kam, hatte die Rezeption noch geschlossen. Da wir direkt vor dem Hotel einen Stellplatz gefunden hatten, wollte keiner mehr das Auto umparken. Stattdessen haben wir schon am Abend den städtischen Payant-Automaten mit 50 Cent für eine Stunde Parken gefüttert, so dass wir am nächsten Morgen bis 10:00 Uhr stehen bleiben durften.
Bewertung:
Positiv:
- zentrale Lage direkt am Bahnhof, leicht zu finden
- nur wenige Schritte zur Altstadt (ca. 5 Min. Fußweg)
- Zimmer frisch renoviert, schallisolierte Fenster
- relativ preiswert für ein Stadthotel
- relativ aufwändiges Frühstück für französische Verhältnisse :0)
Negativ:
- relativ kleines Zimmer
- Heizung im Mai aus, auch wenn es kalt ist
Dies war der zweite Besuch in diesem Hotel, das uns noch genauso gut wie bei unseren letzten Besuch gefallen hat – eben ein preiswertes Stadthotel in guter Lage. Ein warmer Schlafanzug schadet auch in diesem Hotel für kalte Nächte nicht (beim letzten Besuch im März war die Heizung an).
Insgesamt vergebe ich nur 4Ciao-Sterne wegen der recht kleinen Zimmer und der abgestellten Heizung.
'Heizung im Mai aus, auch wenn es kalt ist.' - Heißt das, dass die Gäste dann frieren müssen ... ?!? LG bongilein